In Europa hergestellt



Wäre es nicht günstiger Kleidung in Asien herzustellen? Natürlich. Aber wir haben uns entschieden, eine andere Richtung einzuschlagen. Wir wollen die Wirtschaft in Dänemark und Europa unterstützen – grundsätzlich nach dem Prinzip der Subsidiarität, bei dem es deutlich kürzere Transportwege gibt, als bei einer Produktion im Fernen Osten.

Unten finden Sie Informationen zu den verschiedenen Schritten und Prozessen, die unsere Kleidung durchläuft bis sie fertig ist und getragen werden kann. Für uns ist es wichtig, die Produktion unserer Kleider zu 100% offen zu kommunizieren, weil wir so transparent sein möchten wie möglich. Gleichzeitig ermöglicht das Ihnen als Kunden gut informiert zu sein und auf dieser Grundlage eine Kaufentscheidung treffen zu können.

Spinnen
Wir kaufen die natürlichen Rohmaterialien von zwei deutschen Lieferanten, Zwickauer Kammgarn und Weber & Heusser. Sie stellen sicher, dass die Rohfasern in Deutschland zu Garn gesponnen werden.

Stricken
Das Garn wird von unserem Partner, Sontex, in Dänemark zu Stoff gestrickt. Wir streben danach, immer wenn möglich lokale Lieferanten zu finden. Das macht die Lieferkette transparenter und erleichtert es uns, Anpassungen vorzunehmen und neue Materialien zu entwickeln.

Färben
Die allermeisten unserer Produkte werden in unserer Färberei in Dänemark gefärbt, die mit dem Nordischen Umweltzeichen zertifiziert ist. Hier werden nur die reinsten Farbstoffe verwendet und es kommen keine schädlichen Chemikalien oder Schwermetalle zum Einsatz. Sehen Sie mehr dazu unter der Überschrift “Unsere Färberei”.

Um die erhöhte Nachfrage bedienen zu können, werden manche unserer Produkte in anderen Färbereien in Europa gefärbt, genauer gesagt in Deutschland, Polen, Tschechien und in der Türkei.

Zusammen mit unseren Partnern für das Spinnen und Stricken haben wir sorgfältig einige GOTS zertifizierte Färbereien ausgewählt, die den hohen Anforderungen entsprechen, die wir in Bezug auf das Färben und die Behandlung der Materialien haben. Obwohl das GOTS Zertifikat einige Schwermetalle bei bestimmten Farben erlaubt, haben wir unsere Partner dazu verpflichtet, zu dokumentieren, dass keinerlei Schwermetalle verwendet werden wenn sie DILLING Produkte färben. Das bedeutet jedes Produkt, das Sie bei uns erwerben, wurde ohne den Einsatz von Schwermetallen und schädlichen Chemikalien produziert.

Unser Wollfrottee, Wollfleece und einige unserer Baumwollprodukte werden in GOTS zertifizierten Färbereien in Polen und Tschechien gefärbt.

Unser melierter Loop back, Frottee, die einfädige Wolle, Fleece und das 4x2 Garn werden in GOTS zertifizierten Färbereien in Polen und Tschechien gefärbt.

Unsere Wolle/Seide Produkte und die melierten 1x1, 8x1 und Multi-Ripp Produkte werden in einer GOTS zertifizierten Färberei in Deutschland gefärbt.

Das Garn für unsere melierten Baumwollprodukte wird in einer GOTS zertifizierten Färberei in Deutschland gefärbt.

Unsere Woll- und Baumwollstrümpfe werden in der Türkei produziert und sind GOTS zertifiziert.

Genauere Informationen bezüglich der Lieferkette eines bestimmten Produkts finden Sie auf der jeweiligen Produktseite.



Zuschneiden
Wir haben in Litauen unsere eigene Fabrik, in der die Zuschnitte gemacht werden, Danva. Mit unseren litauischen Kollegen arbeiten wir sehr eng zusammen und haben täglich Kontakt.

Näherei
In der Näherei, Avadan, in Litauen haben wir etwa 270 talentierte Mitarbeiter. Sie nähen einen Großteil unserer Kleidung und unterziehen jeden Artikel einer Qualitätsprüfung bevor er verpackt und in unser Lager nach Dänemark verschickt wird. Die Arbeitszeiten sind von 7:00 Uhr morgens bis nachmittags um 15:30 Uhr. Früher arbeiteten wir in zwei Schichten, aber bereits 2012 stellten wir auf eine reguläre Arbeitszeit um, um eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie bieten zu können.

2022 haben wir ein unabhängiges BSCI Audit in Avadan initiiert, bei dem wir das bestmögliche Ergebnis erzielt haben. Unsere Näherei entspricht dem Amfori BSCI Verhaltenskodex, der aus 13 Prinzipien und Werten besteht, die wiederum auf internationalen Konventionen und den UN Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte basieren. Das Ranking reicht von A bis E, wobei A die beste Bewertung ist, die man erreichen kann.

Das Ergebnis des dreitägigen Audits in Avadan war ein A.

Um den Bericht zu lesen, klicken Sie hier.

Produktion in Belarus
Mit dem 2. März 2022 beendet DILLING den Kooperationsvertrag mit der belarussischen Näherei Lubawa, die unsere Produktion seit Jahren unterstützt hat.

Die Beendigung der Zusammenarbeit ist eine direkte Reaktion auf die russische Invasion in der Ukraine und auf die Unterstützung dieser Invasion durch Belarus in Verbindung mit Russland.

Wir möchten betonen, dass wir zutiefst betroffen und entsetzt über die Gräueltaten sind, die Russland und Belarus einem unschuldigen Land und seiner Bevölkerung zufügen.

Gleichzeitig sind wir nicht blind für die Auswirkungen, die diese Entscheidung auf die 60 sehr kompetenten und unschuldigen Frauen und ihre Familien in Belarus haben wird.

Während der Kündigungsfrist beabsichtigt DILLING, seinen vertraglichen Verpflichtungen gegenüber Lubawa nachzukommen.
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Vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Februar 2022 und dem Ende unserer Partnerschaft mit Lubawa hatten wir ein BSCI Social Audit der Näherei durch unabhängige Dritte veranlasst. Lubawa wurde nach dem amfori BSCI Verhaltenskodex geprüft, der 13 Prinzipien und Werte umfasst, die auf internationalen Konventionen und den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte basieren. Die Bewertungsskala reicht hierbei von A bis E, wobei A die bestmögliche Bewertung darstellt.

Das Ergebnis des dreitägigen Audits von Lubawa war ein A.

Um den Bericht einzusehen, klicken Sie bitte hier.

Warum wir eine Produktion in Belarus hatten
Der weitaus größte Teil unserer Produktion findet in Dänemark und Litauen statt. Aber unsere Näherei in Litauen hatte Schwierigkeiten, mit der gestiegenen Nachfrage Schritt zu halten. Um diese Nachfrage zu befriedigen, haben wir versucht, mehr Näherinnen für die litauische Fabrik einzustellen. Leider hatten wir Schwierigkeiten, in Litauen neue Mitarbeiter einzustellen, weil so viele der jüngeren Generationen in westliche Länder auswandern, um dort Arbeit und Ausbildung zu finden. Daher mussten wir uns in den Nachbarländern nach qualifizierten Arbeitskräften umsehen. 2017 haben wir eine Kooperation mit Lubawa, einer Nähfabrik in Belarus, begonnen. Dies ist das erste Mal, dass wir uns außerhalb der Europäischen Union bewegen.

Die Entscheidung wurde unter anderem aufgrund des Subsidiaritätsprinzips getroffen. Die Nähfabrik in Lubawa liegt geografisch in der Nähe von Avadan. Das bedeutet weniger Verkehr, und so können wir unsere CO2-Emissionen begrenzen. Das Subsidiaritätsprinzip gilt auch für den Erfahrungs- und Wissensaustausch, der zwischen den beiden Standorten stattgefunden hat. Bei Avadan verfügen wir über mehr als 30 Jahre Erfahrung im Nähen und in der Qualitätssicherung der Produkte. Eine jahrzehntelange Erfahrung, die wir durch Schulungen und Coaching mit den Arbeitern in Lubawa teilen. Dieser Wissensaustausch ermöglichte es uns, eine große Synergie zwischen unserer Näherei in Litauen und der Produktion in Lubawa zu schaffen.
In Lubawa nähen rund 60 Frauen für uns. Die Frauen in Lubawa arbeiten maximal 40 Stunden pro Woche.

Als wir unsere Zusammenarbeit mit Lubawa im Jahr 2017 begannen, war das politische Klima zwischen der EU und Belarus noch ganz anders als heute. Wir haben die Situation und die Bedingungen in der Nähfabrik immer genau beobachtet. Es ist uns wichtig zu betonen, dass unser Hauptaugenmerk immer auf den Menschen und nicht auf das System gerichtet war. Mit anderen Worten: Wir sind die Zusammenarbeit mit Lubawa in Belarus nicht wegen der Verwaltung des Landes eingegangen, sondern wegen der sehr fähigen belarussischen Frauen und Männer, die dort leben. Außerdem konnten wir mit Arbeitsplätzen in einem Land beitragen, das sehr stark von sozialer und wirtschaftlicher Ungleichheit betroffen ist. Eine Sache ist die Verwaltung des Landes, aber eine andere Sache sind - aus unserer Sicht - die dort arbeitenden Menschen, und wir sind absolut zufrieden mit ihnen und ihrer Arbeit.

Nachdem der Vertrag mit Lubawa gekündigt wurde, prüfen wir nun eine Reihe von Möglichkeiten. Wir arbeiten daran, einen europäischen Produktionsstandort oder ein Land mit genügend qualifizierten Arbeitskräften zu finden, ohne dass wir uns mit Problemen wie Korruption auseinandersetzen müssen. Wenn Sie eine Produktionsstätte mit ausreichenden Nähkapazitäten in einem demokratisch geführten Land kennen, sind wir sehr daran interessiert, von Ihnen zu hören.

Strümpfe aus der Türkei und China
Wir können in unserer Näherei in Litauen keine Strümpfe produzieren, darum haben wir einen Lieferanten gesucht, der unsere Ansprüche in Bezug auf Nachhaltigkeit und Qualität erfüllt. Unsere Socken wurden bisher in China produziert, aber 2021 haben wir uns dazu entschieden, unseren Lieferanten zu wechseln, sodass die Produktion der Strümpfe nun ausschließlich in der Türkei stattfindet. Die Produktion in der Türkei ist noch ziemlich neu, sodass ein Restbestand der Strümpfe in unserem Onlineshop noch aus der Produktion in China stammt. Unsere Socken waren und sind GOTS-zertifiziert. Das ist Ihre Garantie, dass keine schädlichen Chemikalien bei der Herstellung verwendet werden und dass die Arbeitsbedingungen nach der ’International Labour Organization’ eingehalten werden.




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